Screencast erstellen

5 Tipps zur einfachen Produktion von Erklärvideos

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte…und ein Video?

Die Digitalisierung ist in aller Munde und auch für die Weiterbildung bringt sie viele neue Herausforderungen, aber vor allem riesige Chancen: Unabhängigkeit von Ort und Zeit, Standardisierung und die Selbststeuerung des Lernenden sind die zentralen Vorteile des digitalen Lernens.

Eine große Bedeutung kommt dabei auch dem Thema Videos zu. Laut der Studie „Effektive Videos“ von Techsmith aus dem Jahr 2016 schauen sich 47% der Befragten mindestens zwei Informationsvideos pro Woche an. Videos sind grundsätzlich schnell zu produzieren und haben eine hohe Wiederverwendbarkeit.

Wir haben Ihnen fünf Tipps zusammengestellt, die Ihre Videoerstellung leicht machen!

1. „Jeder Wissensaspekt hat seine ideale Transfermethode“

Das ist eine unserer wesentlichen Maximen. Und das gilt auch für das Thema Videos! Es gibt verschiedenste Formate von Lernvideos, deren Vor- und Nachteile es für den konkreten Lerninhalt genau abzuwägen gilt. Beispiele für Videoformate sind:

  • Videoaufzeichnung von Trainern und Referenten mit der Videokamera
  • ScreenCasts (Bildschirmaufzeichnungen) zur Erklärung von Vorgängen am Bildschirm
  • Comicvideos, z.B. mit der kostenfreien Software PowToon
  • Legevideos
  • Videos aus der Ich-Perspektive mithilfe einer Datenbrille
2. Eine gute Planung ist das A und O!

Gerade wenn Sie bisher wenig Erfahrung mit der Produktion von Videos haben, empfehlen wir, in der Vorbereitung ein kurzes Drehbuch zu schreiben. Dort teilen Sie die Inhalte in sinnvolle Abschnitte auf und halten fest, was Sie zu den einzelnen Passagen sagen und zeigen möchten. Denn die Aufnahme eines Videos, egal ob vor der Kamera oder vor dem Bildschirm bei einem ScreenCast, ist für viele ein neues, befremdliches Gefühl - wir fühlen uns unsicher. Ein Drehbuch liefert dann den notwendigen roten Faden und gibt Sicherheit.

3. Der erste Eindruck zählt

Fast die Hälfte der Videonutzer entscheidet innerhalb der ersten Minute, ob sie das Video weiterschaut oder nicht. Für den vorzeitigen Abbruch gibt es laut Techsmith in den meisten Fällen zwei mögliche Gründe: Entweder das Video enthielt nicht die erwarteten Informationen oder es war zu langweilig. Der ersten Ursache lässt sich entgegenwirken, indem Videotitel, Beschreibung und Vorschaubild bereits so gewählt werden, dass der Betrachter weiß, was er zu erwarten hat. Wenn ein Video droht langweilig zu werden, weil die Inhalte recht trocken sind und wenig „passiert“, können Stilelemente wie Musik, Animationen oder Storytelling das Video kurzweiliger gestalten.

4. Wer erklärt da eigentlich gerade?

Ein Video ist viel anonymer als eine Lernsituation in einem Seminar, in einem Erklärgespräch oder sogar in einem Webinar. Weil Lernen aber nachgewiesen stark über Emotion passiert, ist es wichtig, trotzdem einen persönlichen Bezug zwischen Lehrendem und Lernendem herzustellen. Setzen Sie deshalb einen Sprecher mit Bild in Ihren Videos ein, der sich und seinen Zusammenhang mit dem Lerninhalt kurz vorstellt. Er muss nicht durchgängig zu sehen sein, Einblendungen zu Beginn und zum Ende reichen häufig bereits. Ein Sprecher macht das Video authentischer und erhöht zudem den Wiedererkennungswert (Effektive Videos, Techsmith 2016).

5. In der Kürze liegt die Würze…

…hat Oma schon immer gesagt und genauso ist es auch bei den Videos. Da sie nur relativ wenig Interaktion möglich machen, ist die Aufmerksamkeitsspanne auch deutlich geringer als bei Präsenzveranstaltungen. Laut der Techsmith Studie „Effektive Videos“ bevorzugen mehr als die Hälfte der Befragten Videos mit einer Gesamtlänge von unter 6 Minuten. Tipp: Wenn Sie komplexere Inhalte mittels Videos vermitteln möchten, teilen Sie die Inhalte in kleinere Einheiten auf.

Fazit: E-Learning und Lernvideos werden Präsenzveranstaltungen und klassische Weiterbildungsformate nicht verdrängen. Dafür haben Sie zu wenig Möglichkeit, Interaktion und Kontext zu erzeugen und durch direkte Rückfragen die Nachhaltigkeit sicherzustellen. Doch sinnvoll eingesetzt können insbesondere Videos die analoge Weiterbildung effektiv ergänzen!

Sie wollen direkt loslegen? Wir auch! Deshalb haben wir einen neuen Praxisworkshop zum Thema ScreenCasts in unser Programm aufgenommen. Dort zeigen wir Ihnen, wie ein Drehbuch erstellt wird und welche Software Sie zur Aufnahme und Nachbearbeitung benötigen. Und dann produzieren wir direkt Ihre erste Bildschirmaufzeichnung. Melden Sie sich hier direkt zum ScreenCast-Workshop an.

Lisa Augustin - synartIQ

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