E-Learning

E-Learning Inhalte produzieren: Was brauchen E-Trainer für Kompetenzen?

Bei der Produktion von Online-Lerninhalten gibt es vor allem für den Trainer spezielle Dinge zu beachten. Aber auch für die Teilnehmer gelten gewisse Spielregeln. In unserem neuesten Interview erzählt unser Dozent Thomas Brückner von seinen Erfahrungen als E-Trainer und beschreibt, welche Dinge man unbedingt beachten sollte. Hier geht es zum vollständigen Video-Interview.

Unterschiede zwischen Präsenzseminaren und der Vermittlung von Online-Lerninhalten

„Der zentrale Unterschied liegt darin, dass die Teilnehmer bei Online-Schulungen nicht am selben Ort anwesend sind, sondern irgendwo auf der Welt an ihren Bildschirmen sitzen und somit ortsunabhängig sind. Dies ist für die Auftraggeber unter Kostengesichtspunkten ganz besonders interessant. Es erfordert allerdings gewisse Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit diese Form des Webinars oder des E-Learnings auch möglich ist. Ich muss an den Arbeitsplätzen zum Beispiel auf jeden Fall ein Headset mit Mikrofon haben und mich ein wenig abschirmen können, damit ich nicht von Nebengeräuschen abgelenkt werde.“

Worauf man als Trainer achten muss

„Es ist sehr wichtig, im Vorfeld eine genaue Abstimmung der Inhalte vorzunehmen, ähnlich wie es bei Präsenzseminaren auch üblich ist. Hier muss allerdings noch sehr viel genauer darauf geachtet werden, dass man die Teilnehmer entsprechend vorbereitet. Üblicherweise sollte man vorher einen Technik-Check machen und während des Trainings muss ich als Trainer sicherstellen, dass meine Teilnehmer am Thema bleiben. Weil ich nicht den direkten Blickkontakt und dadurch ein Feedback habe, muss ich auch methodisch-didaktisch anders vorgehen. Ein methodisches Mittel dazu ist die direkte Ansprache und Einbindung durch gezielte Fragestellungen. Es ist auch sehr hilfreich, wenn Webinar-Teilnehmer ihre Videokamera zumindest zeitweise einschalten, beispielsweise in der ersten Sequenz oder wenn sie antworten.“

Verschiedene Möglichkeiten von Online-Schulungen

„Das klassische E-Learning ist eher ein Lernprogramm, was ich orts- und zeitunabhängig machen kann. Ich kann so ein E-Learning im Vorfeld im Studio einspielen und die Lernenden schauen es sich an, wann sie mögen. Bei einem sehr umfangreichen E-Learning kann das auch in verschiedene Kapitel oder Lektionen unterteilt sein, die abgeschlossene Lerneinheiten bilden. Eine zweite Möglichkeit besteht darin, ein Webinar durchzuführen. Dies ist eher mit einem Vortrag vergleichbar. Ich habe hier relativ wenig Interaktion mit meinen Teilnehmern, da die reine Wissensvermittlung im Vordergrund steht. Das dritte Format kommt am ehesten einem Präsenztraining nahe und ist das sogenannte Live Online-Training. Da habe ich kleinere Gruppen mit maximal 10-12 Personen. Hier kann ich methodisch-didaktisch ähnlich arbeiten wie im Präsenzseminar. Dies erfordert allerdings ein Tool, mit dem ich zum Beispiel ein virtuelles Whiteboard oder Flipchart nutzen kann. Zur Interaktion mit den Teilnehmern sollte es möglich sein, dass sie zum Beispiel virtuell die Hand heben oder einen Chat nutzen können.“

Die größte Herausforderung beim Vermitteln von Online-Lerninhalten für den Trainer

„Als Trainer bin ich in diesem Fall darauf angewiesen, dass die Teilnehmer sich tatsächlich äußern, sich melden, dass sie Fragen stellen, vielleicht sogar ihren Bildschirm mit mir teilen. Als Trainer muss ich eine gute Struktur und einen sehr guten roten Faden haben, an dem ich mich entlang arbeite. Die Komplexität der Übungen muss allerdings an dieses Format angepasst werden, da die individuellen Betreuungsmöglichkeiten eingeschränkt sind.“

Sie wollen mehr erfahren? Schauen Sie sich hier das vollständige Video-Interview an!

Lisa Grefe - synartIQ

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