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Wie viel Persönlichkeit steckt im Wissenstransfer?

Dieser Frage geht unsere Kollegin Elena für uns auf den Grund

Um auf neue Situationen vermeintlich adäquat reagieren zu können, sucht unser Gehirn automatisch nach Mustern und nach Dingen, die wir wieder erkennen. Wir übertragen unsere bisherigen Erfahrungen und beurteilen dadurch neue Situationen, Menschen und Gegebenheiten im Voraus. Wir alle haben solche Vorurteile. Aber was ist, wenn diese neutralen Vorurteile zu negativen Vorbehalten werden und sie so in einem professionellen Kontext zum Problem werden könnten? Vorbehalte gegenüber einer anderen Person, gegenüber einem bestimmten Thema oder sogar gegenüber dem Unternehmen an sich? Wie viel Einfluss hat hier meine Persönlichkeit oder die anderer Personen? Kann auf so einer Basis ein Wissenstransfer überhaupt funktionieren?

Und so trieben mich zwei elementare Fragen um: Wie viel Persönlichkeit steckt im Wissenstransfer? Und kann sie ihm auch im Weg stehen?

Um diesen Fragen schnellstmöglich auf den Grund zu gehen, half nur eins – das Netzwerk (Gesellschaft für Wissensmanagement e. V.) nutzen und ein Event für den Erfahrungsaustausch organisieren. Mithilfe der Unterstützung von Alexander Koch, Business Coach, trugen wir einige Antworten und viele Tipps zusammen:

Es steckt natürlich extrem viel Persönlichkeit im Wissenstransfer; sei es das (Erfahrungs-) Wissen der Wissensgeber:innen, die Erfahrung der Transferbegleiter:innen, die Tatsache, dass Menschen mit unterschiedlichen Lernerfahrungen und Kontexten aufeinander treffen, usw.

Als Beraterin nehme ich mir vor allem folgende Aspekte aus diesem Event mit:

  1. Sollte sich ein Konflikt abzeichnen, frage ich mich zuallererst, ob dieser tatsächlich etwas mit mir zu tun hat oder ob nicht etwas ganz anderes dahintersteckt. So kann ich mein Ego, meine Persönlichkeit, schon einmal aus der Gleichung streichen.
  2. Zudem sorge ich für Rahmenbedingungen, die eine wertschätzende Atmosphäre fördern und kläre Verantwortlichkeiten und Rollen. Um das zu verdeutlichen, bietet sich ein Beispiel aus dem internationalen Wissenstransfer an: Arbeite ich in unterschiedlichen Zeitzonen, sollte ich eine Uhrzeit definieren, die für alle Seiten akzeptabel ist. Ich definiere außerdem eine gemeinsame Kommunikationssprache und räume Zeiten ein, in denen sich Wissensgeber:in und -nehmer:in auch persönlich kennenlernen können. So kann ein persönliches Treffen vorab in einem Kick-Off-Kennenlernevent Vorbehalte zu revidierten Vorurteilen werden lassen.

Mein persönliches Fazit: Das gegenseitige wohlwollende Verständnis für die jeweilige Andersart unseres Gegenübers bleibt einer der zentralsten Aspekte, damit wir Wissen und Erfahrungen mit anderen teilen können.

Elena Schüßler-Roggenhofer - synartIQ

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Elena Schüßler-Roggenhofer
Junior Beraterin
E-Mail: schuessler-roggenhofer(at)synartiq(dot)de